Awakened Dream
Verregnet und wolkenverhangen, ein außerordentlich normaler Tag.
Dem grauen Horizont entgegenblickend, treibe ich mit 90 Stundenkilomentern über den Asphaltstreifen. Mein schummriger Geist folgt halb bewusst, halb abwesend der gestrichelten Mittelmarkierung, die sich immer und immer wiederholt, als besäße sie schlichtweg kein Ende. Gerade noch war mein Geist bei tausend Dingen. Ein zermürbender Mischmasch aus Gedankenfetzen, Dinge, die es zu regeln gibt, Dinge die es zu verstehen gilt.
Doch mit einem Mal ist da nur noch diese Mittelmarkierung, die sich zuversichtlich wiederholt. Hypnotisiert von dieser angenehmen Einfachheit bricht die Welt rechts und links davon plötzlich weg. Jegliche geistige Aktivität scheint für einen Moment stillzustehen, es erfährt mich etwas, was noch heute schwer in Worte zu fassen ist.
Einen kurzen Moment später schnappe ich mir einen Fetzen Papier und schreibe auf meinem Lenkrad die Zeilen runter.
Slow down the windmill
My mind is expanding
My cravings descending
From the hill down to silence
Dropping the mask now
Once every spark is passing out
On an island of hope
Where just all of your pain is dropping like rain, yet the fairys remain
Like an awakened dream
Where are my thoughts gone?
Gliding along these
Limitless roadmarks
there is no room for caring
‚bout all that has happened, and all that could arise someday
as my fear fades away, and all of these shades are hiding their blades for a while
like an awakened dream