Lebensdurst

Goldene Lichter fallen herab

der Mond, in seiner vollen Pracht

ein Beschützer unserer Zeit

ich bin bereit, es anzugehen

Muss es mir doch eingestehen

hab’s gesehen, kann nicht mehr umdrehen.

 

Dort oben blüht ganz still ´ne Blume

wohl platziert, wie gemalt

schweigt dahin und strahlt

dem Abendlicht entgegen

trotzt der Kälte, trotzt dem Regen

 

Vorsichtig beweg’ ich mich hin

will nicht gleich drin untergehen.

Will das Schöne bewahren

am Ende erfahren, was es heißt

gelebt zu haben.

 

Kaum das Böse in Verdacht

besinnlich wiedergutgemacht

gelacht bis in die letzte Stunde

in aller Munde, in guter Runde

 

Tanzend in die Zeit geraten, voller Eifer, voller Pracht

Wo auch die letzte Träne unversehens ihren Lauf gemacht.

02.08.2017