Lebensdurst
Goldene Lichter fallen herab
der Mond, in seiner vollen Pracht
ein Beschützer unserer Zeit
ich bin bereit, es anzugehen
Muss es mir doch eingestehen
hab’s gesehen, kann nicht mehr umdrehen.
Dort oben blüht ganz still ´ne Blume
wohl platziert, wie gemalt
schweigt dahin und strahlt
dem Abendlicht entgegen
trotzt der Kälte, trotzt dem Regen
Vorsichtig beweg’ ich mich hin
will nicht gleich drin untergehen.
Will das Schöne bewahren
am Ende erfahren, was es heißt
gelebt zu haben.
Kaum das Böse in Verdacht
besinnlich wiedergutgemacht
gelacht bis in die letzte Stunde
in aller Munde, in guter Runde
Tanzend in die Zeit geraten, voller Eifer, voller Pracht
Wo auch die letzte Träne unversehens ihren Lauf gemacht.